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Onkologie

Definition

“Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder drohender Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache“ (International Association for the Study of Pain)..

Häufigkeit

Rund 20 Prozent der erwachsenen Österreicher und Österreicherinnen geben an, unter chronischen Schmerzen mittlerer bis starker Intensität zu leiden. Die am häufigsten betroffenen Körperregionen sind Rücken und Gelenke sowie Kopfschmerzen. Chronische Kopfschmerzen sind eher ein Phänomen des jungen Erwachsenenalters. Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates nehmen hingegen im höheren Lebensalter zu. Schmerzen sind aber auch das häufigste Symptom von Tumorerkrankungen: Je nach Stadium leiden 50 bis 80 Prozent der KrebspatientInnen an Schmerzen, wobei rund 65 Prozent der Schmerzen tumorbedingt sind.

Schmerz bedeutet jedoch nicht nur körperliches Leid, sondern hat vor allem erhebliche Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden, führt zu Beeinträchtigungen des Familien- und Arbeitslebens sowie der Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe.

Symptome

Die sogenannten Nozizeptorenschmerzen werden durch direkte Reizung des Gewebes (der Nervenendigungen) bedingt und sind entweder somatische Schmerzen (brennend, dumpf oder spitz, gut lokalisierbar) oder viszerale Schmerzen (Eingeweideschmerzen). Neuropathische Schmerzen entstehen durch Schädigung großer Nerven, betreffen dessen gesamtes Versorgungsgebiet und sind daher schlecht lokalisierbar. Psychosomatische Schmerzen (wie der typ. Phantomschmerz) haben kein direktes Korrelat, und sind dementsprechend schwer zu therapieren. Besonders belastend sind die sogenannten Durchbruchschmerzen, die trotz sonst ausreichender Therapie immer wieder spontan auftreten können.

Diagnostik

Neben bildgebenden Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) und klinischer Untersuchung ist gerade in der Schmerztherapie die Anamnese unbedingt notwendig, da der Patient eng in die Behandlung eingebunden werden und dem Arzt genau seine subjektiven Beschwerden schildern muß, um so den größtmöglichen Therapieerfolg zu erzielen.

Behandlungsmöglichkeiten

Nicht immer ist eine direkte Beseitigung der Schmerzursache möglich. Eine gute Schmerztherapie orientiert sich daher nach wie vor an dem bereits 1986 publizierten 3-Stufen-Plan der WHO, der - je nach Ausprägung der Schmerzsymptomatik - unterschiedliche Substanzgruppen allein oder in Kombination empfiehlt. (Stufe 1: peripher wirkende Analgetika, i.e. Nicht-Opioid-Analgetika, Stufe 2: zentral wirkende Analgetika, i.e. schwache Opioide, sowie Stufe 3: zentral wirkende Analgetika, i.e. starke Opioide). Zusätzlich finden in allen Stufen sogenannte Co-Analgetika (Begleitmedikamente) Anwendung. Mit den heute verfügbaren Medikamenten ist eine Schmerzlinderung in den meisten Fällen (i.e. bei > 90% der Patienten) möglich. Allfällig auftretende Nebenwirkungen vor allem bei Opioidtherapien sind meist nur in der Initialphase zu beobachten und durch entsprechende Begleitmedikation rasch in den Griff zu bringen. Auch das von vielen Patienten gefürchtete Suchtpotential ist bei retardierten (den Wirkstoff verzögernd freisetzenden) Opiaten vernachlässigbar, und steht in keinem Verhältnis zu deren schmerzlindernder Wirkung. Sollte mittels dieser konservativen Therapiemöglichkeiten eine weitgehende Schmerzfreiheit dennoch nicht gelingen stehen zusätzliche (z.B. invasive, strahlentherapeutische, oder nuklearmedizinische) Maßnahmen zur Verfügung.

A.o. Univ.-Prof. Dr. Gottfried J. Locker 

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